
Kevin Stein
Wie die DVU-Bundesseite berichtete, war Kevin Stein bis vor kurzem Kreisvorsitzender der NPD und ist nun zur DVU übergetreten. Jetzt wird gegen ihn von Seiten der NPD eine Schlammschlacht angezettelt. Dazu führte die DVU-Niedersachsen ein Gespräch mit Herrn Stein.
DVU: Moin Herr Stein. Für unsere Niedersachsenseite möchten wir Sie um eine Stellungnahme bitten, bezüglich der auf Ihre Person gemünzten Angriffe seitens des NPD-Kreisverbandes Nordfriesland.
Kevin Stein: Sehr gerne. Ich bin froh das es wenigstens in der DVU eine sachliche Diskussionsbereitschaft und faire Berichterstattung gibt, in der NPD war das doch schon eher Mangelware.
DVU: Warum, muss Ihrer Meinung nach ein Parteiaustritt aus einer rechten Partei, immer durch eine “Schlammschlacht” begleitet werden?
Kevin Stein: Das liegt wohl daran, das es immer wieder Personen gibt, die es nicht ertragen können, dass man Sie mit der Wahrheit konfrontiert und ihnen, na ja sagen wir mal, intellektuell überlegen ist. Wären diese Akteure souverän und würden sich ganz auf nationale Politik für Deutschland konzentrieren, ja dann wäre Allen geholfen und die rechten Parteien in Deutschland würden auch vorwärts kommen.
Wenn es aber immer wieder Menschen gibt, die gewisse Ämter in bestimmten Kreisverbänden, in gewissen Parteien, innehaben und diesen Umstand als ihre einziges Lebenselixier ansehen, ja dann tun sie einem auf jeden Fall leid und man kann es logischerweise schon verstehen, das Lügen eben von diesen Leuten gestreut werden und intrigiert wird. Wenn dann jemand noch Dreck am Stecken hat und Angst davor hat, das man eben diese Umstände zur Aussprache bringt, dann tun diese Personen natürlich Alles um dies zu verhindern, so wie in Nordfriesland geschehen.
Keine Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele
DVU: Unseren Informationen nach, haben Sie in keinster Weise Ihre ehemaligen Parteikameraden der NPD-Nordfriesland, nach Ihrem Eintritt in die DVU verunglimpft oder in irgendeiner Form angegriffen. Inwiefern können Sie sich die jetzige Reaktion dieser Leute erklären?
Kevin Stein: Richtig, dies ist nie vorgefallen. Das man jetzt Lügen verbreitet und behauptet, ich hätte Geld unterschlagen, obwohl ich gar keinen Zugriff auf das Konto hatte und nicht einmal im Besitz einer Kontovollmacht war, obwohl ich damals NPD-Kreisvorsitzender war, so liegt das sehr wahrscheinlich daran, das man eine starke DVU in Nordfriesland/Dithmarschen verhindern will. Deshalb verbreitet man so einen Mist.
Die Nerven des neuen NPD-Kreisvorsitzenden Herrn Günther Lönne und seines Stellvertreters Herrn Kaehne scheinen blank zu liegen. Sie haben Angst davor, dass mit der Zeit immer mehr NPD-Mitglieder zur DVU wechseln, und um das zu verhindern wird mir nicht nur mit körperlicher Gewalt gedroht, sondern es werden auch andere Mitglieder unter Druck gesetzt.
Als weiteren Grund ist anzusehen, man versucht von eigenen Schweinereien abzulenken. Ich werde diese hier nun nennen um mich zu verteidigen und dem Leser aufzeigen, warum diese Personen so handeln.
Ich bin aus der NPD nicht nur wegen deren Bruch des Deutschlandpaktes und deren nicht vorhandener klaren Distanzierung von gewalttätigen subkulturellen Rechten ausgetreten, sondern weil mir der jetzige und vorige stellvertretende NPD-Kreisvorsitzende Arne Kaehne gegenüber geäußert hat, das er Geld bekommt, von einem anonymen Spender. Auf meine Nachfrage hin, ob dieser “Spender” für den Verfassungsschutz arbeitet, antwortete Herr Kaehne dass es möglich sei.
Außerdem fand bei Herrn Kaehne angeblich vor etlichen Monaten eine Hausdurchsuchung statt, wo wohl Waffen im Spiel gewesen sein sollen. Und der neue Kreisvorsitzende hatte früher mal angeblich etwas mit rumänischen Nutten am laufen, das erzählte mir Arne Kaehne jedenfalls vor einiger Zeit persönlich.
Nun versteht man auch warum diese Herrschaften so einen Unsinn auf deren Netzseite schreiben. Ich soll mundtot gemacht werden, so läuft das Spiel. Ich werde dieses Spiel aber nicht mitspielen und die gezinkten Karten neu mischen, so dass die Wahrheit ans Licht kommt.
Weiterhin hatten mir damals mehrere Mitglieder bestätigt, dass der ehemalige Kreisschatzmeister der NPD, ein älterer Herr, früher höhere Spenden bekommen haben soll. Die soll er nie verbucht haben, sondern auf sein privates Konto eingezahlt haben. Ich selbst erinnere mich auch noch an die Anfangszeit meiner Mitgliedschaft in der NPD. Da hatte der Kreisverband zwischenzeitlich kein eigenes Konto mehr und wir sollten die Beiträge auf das private Konto des damaligen Schatzmeisters einzahlen.
Weitere Vorfälle, die meine Entscheidung befeuert haben, aus der NPD auszutreten, waren das Handeln mit Drogen und die Kontakte von zwei Mitgliedern zu diesem Milieu. Damit möchte ich natürlich nichts zu tun haben. Außerdem haben zwei weitere Mitglieder des NPD-KV Nordfriesland vor einigen Wochen Straftaten in der Husumer Neustadt begangen. Deswegen demonstrierten die Linken auch am vergangenen Wochenende in Husum.
Solche Personen werden das Ansehen der nationalen Parteien (ob NPD oder DVU) immer mehr in den Dreck ziehen, weil sich die NPD einfach weigert sich von solchen Personen zu distanzieren. Ich aber distanziere mich von linken Gewalttätern genauso wie von rechten Gewalttätern. Gewalt darf, wenn überhaupt, nur zur Notwehr angewandt werden und nicht zur Durchsetzung politischer Ziele.
Es gibt immer wieder Mitglieder in der NPD, genauso wie im linken Spektrum, die sich einfach nur kloppen wollen und von Politik gar keine Ahnung haben. Irgendwann werden eben diese Leute von der Bildfläche verschwunden sein und die Ehrlichen dürfen deren Bockmist ausbaden.
Ich möchte aber betonen und ich kann nur von Nordfriesland ausgehen, dass es hier aber auch genügend NPD-Mitglieder gibt, die sich so benehmen und geben, wie man es von einer nationalen Partei erwartet und die sich ehrlich und politisch für unser Land einsetzen. Diese können natürlich nichts dafür, wenn sich Teile des neuen Kreisvorstandes der NPD, bzw. einzelne Mitglieder, falsch verhalten. Ich bin weiterhin mit mindestens 50 % der Mitglieder in Kontakt, ob jung oder alt, und das ist die Wahrheit, die die NPD sehr schmerzen dürfte.
Strafanzeige gegen die NPD-Nordfriesland
DVU: In welcher Form werden Sie diesen ehrabschneidenden Behauptungen gegenüber Ihrer Person entgegentreten.
Kevin Stein: Ich habe diese Woche schon Strafanzeige gegen die NPD-Nordfriesland gestellt, habe meinen Anwalt eingeschaltet und werde gegen diese Verleumdungen und Beleidigungen juristisch vorgehen. Ich werde auch mit verschiedenen NPD-Mitgliedern in nächster Zeit Gespräche führen und ihnen die Augen öffnen. Aber die Mehrheit merkt das schon von ganz allein.
Beschädigungen und Bedrohungen
DVU: Sind Sie nach Ihrem Übertritt zur DVU Bedrohungen ausgesetzt gewesen, sind Sie körperlich angegangen, oder ist Eigentum beschädigt worden?
Kevin Stein: Ja. Kurz nach meinem Austritt aus der NPD und Eintritt in die DVU wurden mir Zuhause die Fensterscheiben eingeschlagen. Ich dachte erst, das waren die Linksradikalen. Aber momentan glaub ich immer mehr, dass diese Tat aus ganz anderen Kreisen kam. Jeder kann sich ja jetzt denken aus welchen.
Bedroht wurde ich persönlich auch. Herr Kaehne rief mich mehrmals an und drohte mir: Ich solle aufpassen was ich mache. Auch aus anderen Kreisverbänden wurde mir klargemacht, ich solle mich nicht mehr auf Demonstrationen sehen lassen, da ich eine falsche Schlange sei und zum “Judenverein DVU” gewechselt bin.
DVU-Teilnahme an den Kommunalwahlen
DVU: Was möchten Sie Ihren ehemaligen Mitstreitern noch einmal mitteilen?
Kevin Stein: Die Mitglieder die mich persönlich kennen, und das sind nicht wenige, wissen zwar das ich manchmal ein schwieriger Charakter bin, mich aber immer auf die Seite der Wahrheit und Ehrlichkeit gestellt habe. Ich war derjenige, der den NPD-Kreisverband von den Toten auferstehen ließ und wieder ins Gespräch gebracht hat. Genau das habe ich auch mit der DVU in Nordfriesland vor. Es wird mir auch gelingen und davor hat der NPD-Kreisvorstand Angst.
Im Jahr 2013 sind hier oben Kommunalwahlen und die DVU wird auf alle Fälle versuchen daran teilzunehmen, um in den Kreistag einzuziehen. Die Chancen für die Deutsche Volksunion stehen allemal besser, als die der NPD. Jetzt gilt es die DVU an der Westküste zu etablieren und als Wahlalternative zu bewerben. Dann wählen sie nicht mehr NPD sondern die DVU. Da bin ich mir sehr sicher.
Vielleicht ist es in ein paar Jahren auch möglich ein kommunales Bündnis zwischen beiden Parteien zu bilden, aber dafür müsste sich schon einiges ändern im Kreisverband der NPD, besser gesagt in dessen Vorstand.
Kreisverbandsgründung und Bürgerzeitung
DVU: Welche Wünsche und politische Ziele werden Sie zukünftig verwirklichen?
Kevin Stein: Mein Wunsch ist es, dass die Bürger in Nordfriesland zur Kenntnis nehmen, dass sich in der DVU einiges zum Positiven gewandelt hat. Außerdem, dass die DVU eine rechte Partei ist, die moderne nationale Politik betreibt und auch den Nationalsozialismus kritisch hinterfragt und ihn nicht (wie teilweise in der NPD) verherrlicht und alles leugnet. Ich habe mich der neuen DVU angeschlossen, um eine zeitgemäße Politik mitzugestalten.
Die weiteren Ziele hier an der Westküste werden sein, dass wir Anfang 2010 einen Kreisverband gründen. Im Kreis Stormarn ist dies ja schon geschehen. Auch eine eigene Netzseite soll ins Leben rufen werden. Eine Bürgerzeitung ist in Arbeit und wird mit der Zeit den Weg in die Briefkästen finden.
DVU: Wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
Kevin Stein: Sehr gerne. Ich bin froh, jetzt auch ein Teil der Deutschen Volksunion zu sein, dass ist die beste Entscheidung die ich in der letzten Zeit getroffen habe. Ich habe zu danken.
Die Kommentare zu den Beiträgen geben nicht die Meinung der DVU wieder. Wir behalten uns vor, sie zu kürzen oder zu löschen. Das betrifft auch Kommentare, die zu sehr vom Thema des Beitrags abweichen (OT). Kommentatoren, die gegen unsere Policy verstossen, werden gesperrt oder unter Moderation gestellt. Kommentare, die mehr als drei Links enthalten, gehen automatisch in Moderation.


#1 von Voran unter 5. Dezember 2009
Das die NPD schon mal ein Problem mit Gewalttätern hat, konnte ich erst kürzlich wieder lesen.
http://www.abendblatt.de/sport/article1285572/NPD-Funktionaer-bei-Hooligan-Ausschreitungen-beteiligt.html
Und die Finanzen der NPD sind wohl auch nicht gerade geordnet.
http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E97FA54E9A7084CB888ADA1C398C750F7~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Sehr beliebt!
16
0
#2 von geld verdienen unter 19. April 2010
Wirklich toll recherchiert – Kompliment!